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Dienstag, 19. März 2013

Zum Nachhören: Der gute Ton 18.03.2013 - Inside the Rienößlgasse 12

An diesem Montag war es wieder soweit - unsere Radiosendung war eine halbe Stunde lang auf Ö1 Campus Radio zu hören. Hier gibt es den link zum Nachhören:


Von außen sieht es wie ein typisches Wiener Wohnhaus aus. Einzig das kleine Schild neben dem Eingangstor deutet darauf hin, dass hier StudentInnen der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien arbeiten. Hinter dem Tor befindet sich die Außenstelle des Instituts für Komposition und Elektroakustik, kurz: das ELAK. TonmeisterInnen, ComputermusikerInnen und MedienkomponistInnen teilen sich hier über zwei Stockwerke diverse Studios und Seminarräume. Jeden Tag finden in diesem Gebäude Musikproduktionen in unterschiedlichen Arbeitsphasen statt - von der Idee bis zur Endfertigung. Die großen Aschenbecher im Stiegenhaus und die Anzahl der Kaffeemaschinen auf den beiden Stockwerken sind Zeugen des Schaffens der jungen Menschen, das kaum Ruhephasen kennt. Die StudentInnen haben permanenten Zugang zu ihren Arbeitsplätzen - auch am Wochenende und auch in den Semesterferien. Es kommt nicht selten vor, dass bis tief in die Nacht hinein getüftelt und gebastelt wird. Auch "Der gute Ton" wurde in der Rienößlgasse geboren. Seit einem halben Jahr findet das Radioproduktionsseminar unter der Leitung von Hans Groiss an der ELAK statt. In dieser Ausgabe von „Der gute Ton“ wird die Brutstätte in der Rienößlgasse genauer unter die Lupe genommen. Wir hören in eine kleine Selektion von Arbeiten und lassen ihre Macher zu Wort kommen. Zu Gast sind die beiden Tonmeisterstudenten Ludwig Klossek und Florian Spieß sowie Adriana Milanova, Medienkomponistin und derzeitige Erasmus-Studentin aus Bulgarien. Es moderiert Philip Waldenberger.


(Text: Philip Waldenberger)

Donnerstag, 14. März 2013

Seminar: Kommunikationstheoretisches Bechertelefonexperiment - Radioproduktion 11.03.2013



An diesem Tag versuchten wir uns an einer Kinderbastelei mit kommunikationstheoretischem Hintergrund. Wir beschäftigen uns mit den Theorien Vilém Flussers, der sechs verschiedene Modelle unterscheidet.
Er unterscheidet vier diskursive (1-4) und zwei dialogische (5-6) Strukturen:

  1. Pyramide: zb.: Kirche, römische Republik
  2. Baum: zb.: Wissenschaft
  3. Theater
  4. Amphitheater: Sender & Empfänger können getrennt betrachtet werden. zb.: Massenmedien
  5. Kreis: zb.: Marktplatz, Parlament, runder Tisch
  6. Netz: jeder kann Zentrum sein. Zb.: Telefon, Internet      
Auf dieser Basis aufbauend haben wir versucht diese Modelle mit Hilfe von selbst gebauten Bechertelefonen zu testen.
von links: Ludwig Klossek, Philip Waldenberger, Stefan Weiser beim Erschaffen unserer Bechertelefone
 Nachdem wir der Trockentest gute Ergebnisse geliefert hat, versuchten wir uns an einer sternförmigen Kommunikationstruktur. Zu unser aller Erstaunen funktionierte die Kommunikation gut - sogar über Lautsprecher abgespielte Musik hat sich so übertragen lassen.

Versuche einer sternförmigen Kommunikation mittels Bechertelefonen